« zurück

Besetzung

Kommentare

Matthias Beideck, 12. Oktober 2018
Den detailgenauen und treffsicheren Worten von J. Gaß / RN ist eigentlich nichts hinzuzufügen, daher nur einige persönliche Anmerkungen. Die Trauer um die lieben Dahingegangenen sitzt immer noch tief, aber das Leben muß ja weitergehen, also der Sprung ins kalte Wasser mit zwei Premieren in drei Tagen. Aida in dezenter Inszenierung (kein Manko), gute bis sehr gute Leistungen der Sänger, meine Favoriten Elena O'Connor als Titelheldin und Shavleg Armasi als Ramfis, aber die bisherige Truppe hätte das sicher mindestens genausogut hinbekommen. Dann der Barbier: zu Anfang gleich ein guter Geist aus alten Tagen mit Hannes Brock als Märchenerzähler. Das Marionettenspiel eine witzige Idee, jedoch manchmal auch ablenkend, das Bühnenbild sehr gelungen und die überbordend phantastischen Kostüme und Puppen absolut faszinierend. Später nimmt die Sache dann an Fahrt auf, und am Ende des ersten Teils steht vom Bühnenbild wirklich kein Stein mehr auf dem anderen, sogar Motonori Kobayashi hat seinen Frack eingebüßt, was ihn natürlich nicht hindert, weiter wie gewohnt schwungvoll-mitreißend zu dirigieren. Durchgängig hohes sängerisches Niveau, Denis Velev schon in Aida sehr gut, herausragend unser bewährter Recke Morgan Moody. Mit einer wirklich neuen, besonderen Gesangsqualität die außergewöhnlich schöne Stimme von Sunnyboy Dladla und nicht nur für mich das stimmliche Highlight des Wochenendes Aytaj Shikhalizada, die auch schauspielerisch keine Wünsche offen läßt. Fazit: wer bereit ist für den Aufbruch zu neuen Ufern sollte sich diesen Barbier nicht entgehen lassen, der dazu beigetragen hat, meine Abschiedswehmut zu lindern durch doch ganz hoffnungsvolle und auch aufregende Aussichten.
Cornelia , 14. Oktober 2018
Eine amüsante und abwechslungsreiche Inszenierung! Das Bühnenbild und die Kostüme lassen die Zuschauer*innen staunen und oftmals schmunzeln. Die Sänger*innen überzeugen nicht nur stimmlich sondern auch durch ihr schauspielerisches Talent. Das Orchester im erhöhten Graben hat mir gut gefallen. Leider habe ich - trotz einiger Gespräche in den Pausen - nicht alles Symbolhafte verstanden. Aber das tat dem Ganzen keinen Abbruch, es war toll zuzuhören und zuzuschauen! Weiter so!
Cornelia , 14. Oktober 2018
Lieber Herr Berger, was hat das wurmartige Tier in der Inszenierung zu bedeuten? Soll es den Höllenhund darstellen?
Melanie Beese, 15. Oktober 2018
Liebe Cornelia, auch ich habe die Aufführung des Barbier von Sevilla als sehr anregend empfunden...Auch mir geht es ähnlich, dass ich auch nach 2 Aufführungsbesuchen immer noch nicht alles symbolhafte verstanden habe...Aber das erschließt sich meist auch erst, wenn man das Stück mehrere Male gesehen hat, was ich auch tun werde...
C. Bender / Theater Dortmund, 16. Oktober 2018
Hallo Cornelia, hierbei handelt es sich um "Lotte", einen um das x-fache vergrößerten Einzeller, der dem experimentierenden Basilio als Haustier zur Seite gestellt wurde. Sie stammt also aus seinem Labor. In der Tat ist Lotte während der Probenphase immer "hündischer" geworden, hat einige Wesenszüge von Hunden übernommen und sich zu einem regelrechten Wachtier entwickelt. Was sie allerdings beibehalten hat ist das einzelne große Auge. Ursprünglich war hier die Videokamera für die Basilio-Arie versteckt, das hat sich allerdings nicht als praktikabel erwiesen.
Cornelia , 20. Oktober 2018
Hallo Frau Beese, hallo Frau Bender, danke für Ihre Gedanken anregende Rückmeldungen.