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Besetzung

  • Regie: Kay Voges
  • Bühne: Daniel Roskamp
  • Kostüme: Mona Ulrich
  • Bildregie & Lichtdesign: Voxi Bärenklau
  • Video-Design: Mario Simon, Robi Voigt
  • Musik: T.D. Finck von Finckenstein
  • Dramaturgie: Sibylle Baschung, Alexander Kerlin, Matthias Seier
  • Video-Live Schnitt (Dortmund): Mario Simon
  • Video-Live Schnitt (Berlin): Domenik Wolf
  • Kamera (Dortmund): Tobias Hoeft, Jan Isaak Voges
  • Kamera (Berlin): Benjamin Hartlöhner, Miriam Kolesnyk
  • Network-Engineering: Dominik Bay
  • Licht (Dortmund): Sibylle Stuck
  • Licht (Berlin): Benjamin Schwigon
  • Ton (Dortmund): Gertfried Lammersdorf, Jörn Michutta
  • Ton (Berlin): Afrim Parduzi, Robert Öser, Mareike Trillhaas
  • Künstl. Produktionsleitung: Calle Fuhr
  • Mitarbeit Bühne (Dortmund): Nane Thomas
  • Mitarbeit Bühne (Berlin): Wiebke Bachmann
  • Regieassistenz (Dortmund): Bjarne Gedrath
  • Regieassistenz (Berlin): Akin Isletme
  • Kostümassistenz (Dortmund): Friederike Wörner
  • Kostümassistenz (Berlin): Isabel Waluga
  • Lichtdesignassistenz: Bjarne Gedrath
  • Videoschnittassistenz (Dortmund): Isabell Höckel, Luna Zscharnt
  • Techn. Produktionsleitung (Dortmund): Lucas Pleß
  • Techn. Produktionsleitung (Berlin): Edmund Stier
  • Inspizienz (Dortmund): Tilla Wienand
  • Inspizienz (Berlin): Juliane Wolff
  • Soufflage (Dortmund): Ruth Ziegler
  • Soufflage (Berlin): Anna Lina Mangold, Elisabeth Zumpe
  • Strickerinnen der Fred-Pullover: Susanne Claaßen, Ulrike Kegel, Nicole Mefsen (Strickdesign), Andrea Nordhaus, Bettina Tari

Kommentare

Andreas Schröter, 16. September 2018
Wow, was für ein gigantischer Theaterabend! Kay Voges‘ neuester Coup „Die Parallelwelt“ macht schon Spaß, bevor die eigentliche Aufführung beginnt. Die Zuschauer im Schauspiel Dortmund sehen die Zuschauer im Berliner Ensemble und umgekehrt. Man winkt sich zu, klatscht gemeinsam und hat allgemein viel Spaß an der ungewöhnlichen Situation. Das Stück handelt vom Leben selbst und davon, dass es auch ganz anders hätte verlaufen können. Die Dortmunder Schauspieler spielen den Werdegang eines Menschen rückwärts, also vom Tod zur Geburt, die Berliner von der Geburt zum Tod. In der Mitte, der Hochzeit, treffen sie sich. Diese ungemein lustige Hochzeitsszene bildet den Kern des Stücks, weil die Akteure hier über die Entfernung von über 400 Kilometern am intensivsten miteinander agieren. Das erfordert einen ganz immensen technischen Aufwand und ein sehr schnelles Glasfaserkabel. Imposante Bilderfluten, viel Humor – zum Beispiel wenn sich Andreas Beck mit seinem Berliner Pendant über das Wesen der Currywurst unterhält – und schauspielerische Glanzleistungen – einmal mehr Uwe Schmieder, aber auch die Berlinerin Sina Martens (?) als Braut – sind die Highlights dieser Inszenierung. Über die esoterisch-philosophischen Textpassagen, wie sie Kay Voges oft in seinen Stücken verwendet (zuletzt zum Beispiel auch in „hell / ein Augenblick“) kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Dem einen wird das zu abgehoben und unverständlich sein, der andere nimmt es vielleicht nur als Hintergrundrauschen wahr, das dazu dient, die Bilderflut in die richtige (leicht metaphysische) Atmosphäre zu setzen. Völlig falsch wäre es sicherlich, jedes dieser Textschnippselchen verstehen zu wollen und daran die Qualität dieses Abends zu bemessen. Die liegt woanders: in den Bildern, in der Stimmung, im Humor, in der wagemutigen Versuchsanordnung, ein Stück zu spielen, dessen Akteure über 400 Kilometer Luftlinie voneinander getrennt sind. Übrigens gibt es in Dortmund Standing Ovations, während der Beifall in Berlin deutlich verhaltener ausfällt und sich das Theater dort schneller leert als in Dortmund.