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Besetzung

Kommentare

H.Hübner, 15. April 2019
Das war ein Hochgenuss, Operette die von der ersten bis zur letzten Minute Spass machte, ein glänzend aufgelegtes Orchester, die Musik wurde exelent dargeboten, ein Sängeremsemblem einfach wunderbar, die Ausstattung eine Augenweide. Das Ballett hinreissend, Unbedingt hingehen, nicht verpassen!
Matthias Schlensker, 12. Mai 2019
Kann man hier eigentlich immer noch von "Operette" sprechen? Jedenfalls spiegeln sich in dieser gekonnten Inszenierung die von Franz Lehár eigentlich gehegten Ambitionen eines Opernkomponisten - reizvoll ist hier auch die Gegenüberstellung dieses Werkes mit "Turandot" seines Freundes Puccini, denn klanglich nehmen ja beide auf die "Exotik" Chinas Bezug. Die Dortmunder Inszenierung fasziniert einerseits durch gekonntes künstlerisches und technisches "Handwerk" - dass ich hier die hervorragende Leistung von Irina Simmes besonders hervorhebe, schmälert in keiner Weise die Leistung der anderen ebenso großartigen Beteiligten. Desweiteren fällt man in Dortmund nicht der Versuchung mancher Provinzbühnen anheim, dieses Bühnenwerk um die beim Publikum beliebten schönen Arien herum zu inszenieren und das Geschehen süßlich zu verharmlosen oder zu verniedlichen - hier geht es doch um viel mehr als einzig musikalische Darbietungskunst. Vielmehr wird zunächst die Tragik, die aus menschlichen Abgründen und der Zerrissenheit der Protagonisten entsteht, ehrlich und deutlich herausgearbeitet und weckt beim Publikum Empathie und wirkliche Gefühle. Sodann wird hier aber auch die gesellschaftliche Dimension des Werkes deutlich: Es ist aktueller denn je, denn gerade heute tobt - nicht nur - in unserem Lande die rege Auseinandersetzung zwischen den Anhängern einer offenen und einer geschlossenen Gesellschaft, die durch die Figuren von Schwester und Onkel treffend symbolisiert wird und die Sou-Chong schließlich seelisch zerreißt.